Wie alles begann


Am 04. Dezember 1950 gründeten 16 engagierte Frauen den LandFrauenVerein Wankendorf und Umgebung. Die land- und hauswirtschaftlich orientierten Schulen in der Umgebung wollten zum einen die Geselligkeit  pflegen, zum anderen aber auch praktische Tipps in der kargen Nachkriegszeit weitergeben.

Die Mitglieder waren überwiegend Bäuerinnen. Die ersten Jahre des LandFrauenVereins Wankendorf u. U. waren sicherlich nicht einfach und es musste so manche Versammlung ausfallen. Dennoch gab es eine Halligfahrt und auch eine Fahrt zur Landwirtschaftsausstellung in Markkleeberg bei Leipzig. Frau Hansen hat den Verein 10 Jahre geleitet. 1960 übernahm Frau Soll den Vorsitz. Inzwischen waren es bereits 35 Mitglieder. Die Themen der Vorträge waren sehr fachlich. Sie behandelten die Hauswirtschaft, Gartenbau und Geflügel.

1964 mußte Frau Soll den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Frau Zeeck, die Landwirtschaftslehrerin aus Neumünster übernahm die kommisarische Leitung des Vereins. In dieser Zeit mußte Frau Tietgen oft einspringen. 1966 wurde Frau Tietgen als Vorsitzende bestimmt. Der Verein wuchs immer weiter. Die Vortragsthemen wurden vielfältiger. Jetzt hörten wir über staatsbürgerliche und soziale Aufgaben, Kunst und Literatur. Ein breites Gebiet ist der Gesundheit und Ernährung gewidmet. Immer wieder beliebt sind Reiseberichte mit Lichtbildern aus aller Welt.

Das Fachwissen wurde außerdem durch praktische Weiterbildung an den Hauswirtschaftsschulen vertieft. Bevor die Hauswirtschaftsabteilung der Landwirtschaftsschule Neumünster geschlossen wurde, war Frau Zeeck für die LandFrauen zuständig. Danach ging es zur Landwirtschaftsschule Preetz unter der Leitung von Frau Kerck. Beide Damen brachten immer wieder neue Themen, um das Wissen der Landfrau zu erweitern.

Durch die Veränderung auf den Dörfern und in der Wirtschaft hat sich die Mitgliederstruktur geändert. Die meisten Damen kommen aus anderen Berufen. Der Anteil der Bäuerinnen beträgt 1990 noch ca. 30 Prozent.